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Yves, Schumacher: Sklaven und Hofmohren

Afrikaner in Europa zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert
Europa und Afrika sind nicht nur durch die Geschichte der Sklaverei verbunden, sondern auch durch die Art und Weise, mit der sich der europäische Adel der schwarzen Menschen bediente. Im großen Stil war der Sklavenhandel ein transatlantisches Massengeschäft. Dem gegenüber war der europäische Kontinent für Sklavenhändler eher ein stark segmentierter Nischenmarkt. Während Sklaven auf der iberischen Halbinsel als Arbeitskräfte und Prestigeobjekte so beliebt waren, dass Zuchtanstalten betrieben wurden, galt in Frankreich die Regel, dass jeder Mensch, der die Landesgrenze überschritt, frei war. In den Kolonien hingegen waren Sklaven unentbehrlich - ein gespaltenes Rechtsempfinden, wie es sich bis heute etwa bei Rohstoffkonzernen zeigt. Sklaven waren Rohstoff, Dinge. Noch in den 40er-Jahren des 19. Jahrhunderts konnte sich der amerikanische Supreme Court nicht dazu durchringen, Schwarze als Menschen zu verstehen - sie blieben Gegenstand und Eigentum. Bei deutschen Adligen waren schöne schwarze Sklaven als Zeichen der Weltgewandtheit begehrt. Gerne beschenkten sich die Fürsten mit schwarzen Kindern. Nur einzelnen Glücklichen gelang der soziale Aufstieg: Der Ghanaer Amo wurde Philosophieprofessor. Angelo Soliman, mutmaßlich aus Nord-Nigeria, stieg in Wien zum Hochfürstlichen Kammerdiener und Freimaurer auf. Der Afrikaner Hannibal schließlich brachte es unter Peter dem Großen zum obersten Ingenieur der russischen Armee. Yves Schumacher erzählt Geschichte und Geschichten über das schreckliche Verhältnis der Ausbeutung von Menschen durch Menschen.
Autor Yves, Schumacher
Verlag Zocher&Peter
Einband Fester Einband
Erscheinungsjahr 2021
Seitenangabe 440 S.
Meldetext Noch nicht erschienen, Mai 2021
Ausgabekennzeichen Deutsch
Masse H13.8 cm x B22.2 cm
Europa und Afrika sind nicht nur durch die Geschichte der Sklaverei verbunden, sondern auch durch die Art und Weise, mit der sich der europäische Adel der schwarzen Menschen bediente. Im großen Stil war der Sklavenhandel ein transatlantisches Massengeschäft. Dem gegenüber war der europäische Kontinent für Sklavenhändler eher ein stark segmentierter Nischenmarkt. Während Sklaven auf der iberischen Halbinsel als Arbeitskräfte und Prestigeobjekte so beliebt waren, dass Zuchtanstalten betrieben wurden, galt in Frankreich die Regel, dass jeder Mensch, der die Landesgrenze überschritt, frei war. In den Kolonien hingegen waren Sklaven unentbehrlich - ein gespaltenes Rechtsempfinden, wie es sich bis heute etwa bei Rohstoffkonzernen zeigt. Sklaven waren Rohstoff, Dinge. Noch in den 40er-Jahren des 19. Jahrhunderts konnte sich der amerikanische Supreme Court nicht dazu durchringen, Schwarze als Menschen zu verstehen - sie blieben Gegenstand und Eigentum. Bei deutschen Adligen waren schöne schwarze Sklaven als Zeichen der Weltgewandtheit begehrt. Gerne beschenkten sich die Fürsten mit schwarzen Kindern. Nur einzelnen Glücklichen gelang der soziale Aufstieg: Der Ghanaer Amo wurde Philosophieprofessor. Angelo Soliman, mutmaßlich aus Nord-Nigeria, stieg in Wien zum Hochfürstlichen Kammerdiener und Freimaurer auf. Der Afrikaner Hannibal schließlich brachte es unter Peter dem Großen zum obersten Ingenieur der russischen Armee. Yves Schumacher erzählt Geschichte und Geschichten über das schreckliche Verhältnis der Ausbeutung von Menschen durch Menschen.
Fr. 50.00
Verfügbarkeit: Am Lager
ISBN: 978-3-907159-32-3
Verfügbarkeit: Noch nicht erschienen, Mai 2021

Über den Autor Yves, Schumacher

Yves Schumacher, Jg, 1946, lebt in Zürich. Er ist Kommunikationsberater und Inhaber einer PR-Agentur. Er ist ehemaliger Geschäftsleiter des «Vereins Zürcher Museen», kuratiert Ausstellungen und hat zahlreiche kulturhistorische Bücher und Artikel verfasst. Zuletzt erschien von ihm:«Nazis! Fascistes! Fascisti! - Faschismus in der Schweiz 1918-1945» (Orell Füssli Verlag).

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